Tissue Dako

This Edition is available via Leikela









Aquarell auf japanischem Washi-Papier und Bambus
Watercolor on Japanese washi paper and bamboo
39 x 27 cm, 250,- €


“Tissue Dako” mit seinem Bambusrahmen und weißen Fäden, die für zusätzliche Spannung sorgen, ist ein Drachen im japanischen Stil, der eine Variation des traditionellen Drachentyps namens Kaku Dako ist. Ein handgemaltes Motiv auf Washi-Papier bildet die Drachenhaut, die modelliert wird, um eine Gegenüberstellung verschiedener Einflüsse zu schaffen. Das gemalte Motiv erinnert an die Form eines Gesichts, abstrahiert und verfälscht.
Das menschliche Gesicht wird auf seine strukturellen Bestandteile reduziert und rein ornamental genutzt. Laura Franzmann arbeitet mit schematischen Plänen des menschlichen Gesichts, der Muskel- und Knochenstruktur, die direkt unter unserer Haut verborgen sind. Das Gemalte erinnert auch an Abdrücke von Gesichtern auf Papier, eine abstraktere, aber direktere Form des Selbstporträts. Ausgehend von diesen unterschiedlichen Zuständen des menschlichen Gesichts schafft sie Bilder, die gleichzeitig von außen und innen (re)präsentieren können, was für alle sichtbar ist und was sich unter der Haut verbirgt.
So wie Gesichter in ihren verschiedenen Formen durch Muskeln animiert werden müssen, um sich zu bewegen und von anderen gelesen zu werden, wird der Drachen durch Luft animiert und auch sein Gesicht beginnt sich zu bewegen. Die Drachenhaut selbst löst die Vorstellung von der Haut als Barriere auf, die die äußere Erscheinung von ihren fleischigen Bestandteilen trennt oder den menschlichen Körper von den metaphysischen Vorstellungen davon trennt.


“Tissue Dako”, with its bamboo frame and white strings for added tension, is a Japanese style kite that is a variation of the traditional Kaku Dako kite.         A hand-painted motif on Washi paper forms the dragon skin, which is modeled to create a juxtaposition of various influences. The painted motif is reminiscent of the shape of a face, abstracted and falsified. The human face is reduced to its structural components and used purely ornamentally.
Laura Franzmann works with schematic plans of the human face, the muscle and bone structure that are hidden directly under our skin. The painting is also reminiscent of the imprints of faces on paper, a more abstract but more direct form of self-portrait. Based on these different states of the human face, she creates images that can simultaneously (re) present from the outside and inside what is visible to everyone and what is hidden under the skin. Just as faces in their various forms must be animated by muscles in order to move and be read by others, the kite is animated by air and its face begins to move too.
The dragon skin itself dissolves the idea of the skin as a barrier that separates the external appearance from its fleshy components or separates the human body from the metaphysical ideas of it.


Text by Marija Petrovic