Sturmhaube I-III

This Edition is available via Kunstverein Jesteburg









handgetuftete Wolle, MDF
handtufted wool, MDF
63 x 53 cm, 850,- €


Die drei „Sturmhauben“ entstanden im Zuge der Einzelausstellung „spring water tastes funny“ von Laura Franzmann im KVJ. Ihre Form wurde von der Künstlerin einem Schnittmuster für eine bekannte Kopfbedeckung, der Sturmhaube, die nur die Augen unverhüllt lässt, entnommen. Wären die „Sturmhauben“ also nicht ihrem aktuellen Zustand gefangen und wären sie nicht mit Holz auf der Rückseite verstärkt, könnten sie weiter verarbeitet werden, zu wollenen Masken, die den gesamten Kopf umschließen.

Der Konstitution der Form ist ein Zögern, ein Verharren eingeschrieben. Die malerischen Elemente, welche die „Sturmhauben“ überziehen, zeichnen unterschiedliche mögliche Gesichter nach: Wesenszüge, die sich noch nicht in einer konkreten Form niedergeschlagen haben. Das menschliche Gesicht wird unmenschlich und zeigt die wirbelnden Bewegungen darunter, wo wir etwas anderes werden. Sie zeigen uns, dass die natürliche Welt nicht außerhalb von uns wartet, sondern sich durch die Tür unseres Seins bewegt und verbindet und reformiert, was wir sind.


The three “balaclavas” were created in the course of the solo exhibition “spring water tastes funny” by Laura Franzmann in the KVJ. The artist took its shape from a pattern for a well-known headgear, the balaclava, which only leaves the eyes uncovered. If the “balaclavas” weren't caught in their current state and if they weren't reinforced with wood on the back, they could be further processed into woolen masks that enclose the entire head.

A hesitation, a persistence is inscribed in the constitution of the form. The painterly elements that cover the “balaclavas” trace different possible faces: traits that have not yet been reflected in a specific form. The human face becomes inhuman, showing the swirling movements underneath where we become something else. They show us that the natural world does not wait outside of us, but rather moves through the door of our being and connects and reforms what we are.